Über den Ursprung des Jakobschafes gibt es unterschiedliche Theorien.

Der Name leitet sich von der biblischen Geschichte ab, in der sich Jakob zum Lohn für geleistete Dienste aus der Herde von Laban alle gescheckten Tiere aussuchen durfte.

Die Schafe kamen dann mit Nomaden nach Nordafrika und später mit den Mauren nach Spanien. Wegen ihrer Genügsamkeit und Friedfertigkeit wurden sie als "lebender Nahrungsvorrat" auf den Schiffen der spanischen Kriegsflotte gehalten. Als dann im Jahre 1588 die spanische Armada vor der Küste Englands vernichtet wurde, konnten sich einige Tiere ans Ufer retten und wurden von den dort ansässigen Lords als Kriegsbeute und Souvenir in ihren Parks gehalten.

In Vorderasien, Afrika und auf dem europäischen Festland starb diese Rasse aus. Ende der 1950er Jahre war sie auch in England akut gefährdet. Glücklicherweise fanden sich dann einige Züchter in "The Jacob-Sheep Society" zusammen, die auch Liebhaber auf dem Festland, vorab in Holland und Deutschland, motivieren konnten, diese Rasse zu erhalten und reinrassig zu züchten, so dass heute wieder eine solide Population vorhanden ist. In die Schweiz gelangten die ersten Tiere vor ca. 20-25 Jahren, als einzelne Züchter für sich einige Tiere importierten.

Im November 2008 wurde in der Schweiz die IG Jakobschaf Schweiz gegründet, mit dem Ziel diese Rasse allgemein bekannter zu machen und die vorhandenen Tiere in einem Herdebuch zusammenzufassen.